Mikrobrauerei

Mikrobrauereien

In der Mobil, der Kundenzeitung der Bahn, entdeckte ich kürzlich einen erfrischenden Artikel über Deutschlands Mikrobrauereien. Ich suche schon lange nach neuen Ideen auf dem Biermarkt.  Regelrecht aufgeschreckt wurde …

… ich durch einen Fernsehbeitrag im ZDF über die Austauschbarkeit der Deutschen Biere. Die deutschen Brauereien haben jahrelang nur in Wachstum investiert und darüber den Trend zu hopfigem und malzigem Bier total verschlafen. Die Biere wurden immer austauschbarer. Fast alle großen Marken sind unter dem Dach von nur zwei Unternehmen vereint. In den Industriebieren finden sich statt Hopfen Hopfenpellets und statt Malz ein zäher Extrakt. Der Beitrag heißt „Hopfen und Malz verloren“ und ist bestimmt immer noch als Podcast zu finden. Schade nur, dass er uns als ratlose Verbraucher zurückließ ohne einen Tipp, wo denn noch gutes individuelles Bier gebraut wird.

Als Erste Hilfe Maßnahme kauften wir fortan nur noch bunt gemischte Kästen und machten regionale Brauer ausfindig. Aber es hat sich viel getan seitdem. Deutschlands Brauer sind aufgewacht. Im ganzen Land brauen begeisterte Jungbrauer wieder eigenes Bier in winzigen Brauereien, den Mikrobrauereien. Der Trend kommt wieder einmal aus den USA. Dort gibt es schon viel länger unabhängige Craft Brewing Unternehmer, die besonders hochwertige und individuelle Biere brauen. Auch in England geht der Trend zu handwerklich hergestellten Bieren aus der Nachbarschaft. Der Geschmack ist ganz unterschiedlich. Die meisten Biere sind herber und alkoholhaltiger. Hopfen und Malz bringen ganz wunderbare Aromen zutage. Mit Hopfen kann man Nuancen von Grapefruit, Mandarine, Aprikose, Beeren, Ingwer oder Kräutern betonen. Natürlich gibt es auch in Berlin eine Brauereiszene. Zeit also, die Berliner Mikrobrauer zu besuchen.

Berliner Mikrobrauereien

Dreimal die Woche, an Markttagen in der Markthalle Neun in Kreuzberg kann man das Bier von Johannes Heidenpeter verkosten. Am Eckstand Heidenpeters vertreibt der Szenebrauer sein besonderes Bier, das direkt vor Ort im Keller der Markthalle Neun frisch gebraut und darüber genauso frisch gezapft wird. Der Besucher hat die Wahl zwischen Thirsty Lady, Pale Belgian Ale oder einem saisonalen Bier. Johannes Heidenpeter verwendet so wunderbare Zutaten wie Orangenschalen oder Koriandersamen, die ein äußerst wohlschmeckendes Bier mit überraschenden Nuancen entstehen lassen.

Heidenpeters, Markthalle Neun, Eisenbahnstraße 42 – 43,  10997 Berlin (Kreuzberg)

Noch mehr handwerklich gebrautes Bier aus Berliner Mikrobrauereien kann man hier genießen: im „Hops & Barley“ von Philipp Brokamp in der Wühlischstraße 22 in Friedrichshain und auf dem Pfefferberg im Prenzlauer Berg. Dort wird das selbstgebraute Bier von Torsten Schoppe aus dem Wedding serviert.

Bier kann man nicht nur trinken, damit kann man auch hervorragend kochen. Zum Beispiel werden Fish and Chips erst mit einem Bierteig richtig lecker. Und was beim Wein gilt, gilt auch beim Bier: zum Kochen immer das allerbeste Bier verwenden, denn nur beste Zutaten ergeben den besten Geschmack.

Prost und guten Appetit!

Bild: DBB

 

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