Seattle Space Needle

Seattle

Seattle ist mehr als die Stadt, die Nirvana berühmt gemacht hat, die Heimat des Flugzeugriesen Boeing und der Kaffeehauskette Starbucks. Allerdings sind diese drei aus der Stadt nicht wegzudenken und nicht zu …

… übersehen. Der älteste Starbucks gegenüber dem Pike Place Market  ist heute eine Attraktion obwohl es rein gar nichts zu sehen gibt. Sehr viel beeindruckender ist die Filiale in der 40. Etage des Observation Towers in Downtown. Dort gibt es einen fantastischen Rundumblick und das umsonst. Erst auf der Aussichtsplattform in der 78. Etage muss man zahlen. Es lohnt sich also, auch für Starbucks-Verächter mal eine Ausnahme zu machen. Da es in jeder Filiale das Gleich gibt, bekommt man auch hier den überaus leckeren Lemon Pound Cake.

Reiseempfehlung Seattle und Olympic Peninsula

Der Pike Place Market ist einer der ältesten Märkte der USA und für seine vielen Bio-Produkte von regionalen Farmen, seine großartigen Blumenstände und für seine verrückten Fischverkäufer bekannt. Die Fish Guys sind nicht einfach nur Händler sondern auch allerbeste Entertainer. Hier werden Fische geworfen und dabei wird mit den Kunden gescherzt: „Ein Lachs für Seattle, fünf Krabben nach Portland“ und schon fliegen ein Lachs und fünf Krabben durch den Markt und werden von einem anderen Händler kunstvoll aufgefangen und weitergereicht.

Das Ganze ist purer Spaß und man kann viel Zeit nur mit Schauen und Staunen verbringen. Die Fish Guys haben ganz aktuell auch ein wunderschönes Kochbuch veröffentlicht. Neben tollen Rezepten, wie dem Lachs in Kräutermascarpone gibt es viel Wissenswertes über Fisch und Geschichten aus dem Leben der Fish Guys – „In the kitchen with the Pike Place fish guys“.

Auch am Abend lohnt sich ein Besuch des Marktes, denn in den diversen Restaurants kann man hervorragend essen und den traumhaften Ausblick bei einem Sundowner genießen. In ganz Downtown gibt es hervorragende Lokale. In der Shucker’s Oyster Bar in der University Street  zum Beispiel kann man besonders gut Lachs essen – alles andere wahrscheinlich auch,  aber dazu sind wir nicht gekommen. Jedes Mal wenn wir an der Terrasse vorbeikamen, entschieden wir uns zu bleiben und bestellten genau das, was am Nachbartisch serviert wurde. Dazu gab es einen Beerflight, bestehend aus 4 lokal gebrauten Bieren aus Mikrobrauereien in und um Seattle.

Ein anhaltender Trend dieser Tage sind Food Trucks. Sie schließen sie sich in Gruppen zusammen und bieten so eine große kulinarische Vielfalt von japanischen Bentoboxen bis zu veganen Spezialitäten. Viele Büroangestellte nutzen diese Art, sich zu versorgen. In Seattle wird zum Lunch aber auch Kultur serviert. Die Harbour Steps, eine Treppe, die die Waterfront mit Downtown verbindet, ist ein beliebter Treffpunkt. Im August  versammeln sich zur Mittagszeit  die unterschiedlichsten Menschen und lauschen den Bands, die dort im Rahmen des Sommerfestivals auftreten.

Wer wegen all der kulinarischen Trends, Hotdogs und Riesenburger vermisst, der sollte zum Baseball gehen. Im Safeco Field Stadium gibt es alles was das Fastfood Herz begehrt. In das Popcorn wird geschmolzene Butter gepumpt und die Burger sind so groß wie eh und je. Der Blick vom Stadion über die Stadt ist atemberaubend und wenn dann die Mariners im ersten Inning einen Homerun schlagen, ist der Abend perfekt. Will man nach dem Spiel noch ein Gläschen auf sein Team trinken, laden unzählige Kneipen dazu ein. In Seattles Old Town gibt es ein Lokal namens Altstadt, in dem es unzählige Importbiere u.a. Stiegl aus Österreich gibt. Gleich nebenan findet ihr den The Berliner Döner Kebab.

Olympic Peninsula

Hat man genug vom Großstadttrubel findet man auf der Olympic Peninsula fast unberührte Natur. Die Halbinsel ist in nur einer Stunde mit der Fähre von Seattle zu erreichen. Will man sie allerdings wirklich kennenlernen, sollte man 3 Tage einplanen. In der Mitte der riesigen Halbinsel thronen schneebedeckte Berge, die vom Regenwald mit seinen Baumriesen eingeschlossen werden. An den Küsten findet man menschenleere weiße Sandstrände. Ein Teil der Halbinsel sind Reservate. 8 indigene Stämme leben hier. An der Neah Bay leben die Makah. Zufällig sind wir in die Makah Days hineingeraten und hatten einen besonders schönen Nachmittag mit Kanuwettkämpfen und natürlich frischem Lachs vom Grill.

Der magischste Ort der Halbinsel war für uns La Push. La Push liegt im Verwaltungsgebiet der Quileute Nation. Hierher kamen Besucher nur, um im Sommer Vögel und im Winter Stürme zu beobachten. Seit der Twilight Saga, die hier spielt und auch gedreht wurde, kommen aber auch jede Menge Vampirfans nach La Push. Wir erlebten ein einzigartiges Naturschauspiel, während wir im Restaurant River‘s Edge auf leckeren Lachs aus dem Ofen warteten. Vor dem Panoramafenster stritten sich Pelikane, Reiher, Papageientaucher, unzählige Möwen und ein Weißkopfadler um die besten Plätze auf dem angeschwemmten Treibholz, um den idealen Startplatz beim Zurückkommen der Fischerboote zu ergattern.

Weiter auf der 101, die über Los Angeles nach San Diego führt, lohnt ein Abstecher an den Lake Quinault. Glasklares Wasser und sagenhafte Regenwälder laden zum Baden und zum Wandern ein. Weiter im Süden kommt man nach Aberdeen, der Heimatstadt von Kurt Cobain. Das Schild Waterfront führt zu einem Industriehafen in der Grey Bay. Der Name ist Programm – hier gibt es rein gar nichts. Will man zurück nach Seattle, hat man nun die Wahl zwischen einer Traumstraße an der Bucht entlang bis Bremerton oder man nimmt den Highway über Olympia und Tacoma. Wer noch nicht genug Natur hatte, kann den Mt. Rainier besuchen, den schneebedeckten Berg, den man in den Abendstunden von Seattle aus so herrlich leuchten sieht. Auch dafür sollte man drei Tage einplanen, die wir leider nicht mehr hatten – ein guter Grund wiederzukommen.

 

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