Protea Südafrika

Südafrika

Südafrika ist mein Lieblingsreiseland weil es so vielseitig ist. Die lebendigen Städte, die verschlafenen Kleinstädte, Straßen die 100 km ohne jede Kurve verlaufen, die aufregende Tierwelt, überwältigende Landschaften und die freundlichen …

… Menschen faszinieren mich bei jeder Reise aufs Neue. Dass Südafrika auch kulinarisch viel zu bieten hat, weiß natürlich jeder. Meist beziehen sich die Tipps auf das Weinland und das Western Cape mit Kapstadt. Doch auch im großen Rest des Landes lassen sich leckere Entdeckungen machen.

Reiseempfehlung Südafrika

In Johannesburg gibt es einige Top- und viele gute Restaurants. Fast alle findet man in den schicken Stadtteilen Sandton oder Rosebank. Weniger bekannt ist sicherlich noch immer, dass man auch in SOWETO richtig gut essen kann. Angesagte Restaurants wie das „Thrive“ findet man in Dube, einem sicheren und schönen Teil von SOWETO. Wer von Johannesburg mit dem Auto nach Cape Town, Namibia oder Durban weiterfährt, kommt durch endloses Farmland. Hier ist die Küche bodenständig traditionell. Bobotie gibt es überall, mit Lamm, Rind oder Strauß.

Weiter im Herzen Südafrikas in den Weiten des Free State wird auch gerne gekocht, gebacken und gegessen. Vor allem süß lieben sie es hier. Im Golden Gate National Park an der Grenze zu Lesotho schmeckt der Malva Pudding mit Vanillesauce besonders gut. In Bloemfontein haben wir im „De Oud Kraal Dorpshuis“ leckeren Möhren Bananen Kuchen genossen. Wer sagt, dass dieser Landstrich im Nirgendwo liegt, irrt. Er liegt in der Mitte von allem und vom noblen De Oude Kraal Farm House lässt sich das ländliche Südafrika gut erkunden. Besonders lohnenswert ist der Besuch des Big Hole Freilichtmuseum in Kimberly.

Weiter geht es auf einer schnurgeraden Straße ins Herzland der Großen Karoo, der Camdeboo. Graaff-Reinet ist perfekt für einen Dreitageaufenthalt. Neben ihren Kap-Holländischen Bauten in der historischen Altstadt, ihren Jacaranda-Alleen und den gemütlichen Antik Shops mit Café und wartet sie mit großartiger Natur auf. Den Camdeboo Nationalpark und das Valley of Desolation findet man direkt vor den Toren der Stadt. Im Restaurant Polka kann man richtig gute Karoo-Küche probieren. Die passenden Kochbücher und Romane über die Karoo gibt’s inklusive super Beratung in McNaughtons’s Bookshop auf der Church Street.

Auf dem Weg von Graaff-Reinet zur Garden Route gibt es von Uniondale aus zwei Wege, den einfachen über die N9 oder den abenteuerlichen über den Prince Alfreds Pass. 3 Stunden Zeit sollte man für die 90 km einplanen. Es lohnt sich nicht nur wegen der spektakulären Landschaften sondern auch wegen der allerleckersten Melktart am Fuße des Passes. Hier wechselt die Landschaft dramatisch, auf einmal fährt man durch duftende Regenwälder und bald ist man am Meer. In Knysna angekommen, ist man auf der Haupttouristenroute unterwegs. Das hat seinen guten Grund, denn von hier aus gibt es unzählige wunderschöne Städte, Strände, Dörfer, das Cape Agulhas, den De Hoop National Park und Bergpässe zu entdecken.

Zwischen Fluss und Meer liegt das Küstenstädtchen Wilderness. Hotels findet man wahlweise direkt am Meer oder am Fluss. Ich empfehle das Wilderness Manor mit seinen liebenswerten Gastgebern, die alles daran setzen, ihre Gäste perfekt zu verwöhnen. Vielen Dank auch für den Tipp, zu den „Girls“ zu gehen. Egal ob Linefish, der frische Fang des Tages, Strauß, Wild, die Bedienung oder die ausgestellte Kunst, alles hier ist hervorragend. Dazu gibt es gepflegte Weine und Biere und als Abschluss den milden und zugleich starken Grappa Kaapzicht aus Stellenbosch.

Hermanus ist auch außerhalb der Walsaison von August bis Oktober eine Woche Urlaub wert. Von hier aus kann man Ausflüge ins Hemel en Aarde Valley machen, den Tag an weißen Sandstränden verbringen, in den Bergen wandern, Pinguine in Bettys Bay, Haie in Gaansbai oder tausende Vögel beobachten, auf herrlichen Golfplätzen spielen, neue Weingüter erkunden, über Märkte schlendern oder einfach in den schönen Cafés und Restaurants people watching betreiben.

Meine absolute Lieblingslandschaft in Südafrika ist die karge Kleine Karoo und ihr Schmuckstück Prince Albert mit seiner bezaubernden Victorianischen Architektur. Nach Prince Albert reist man vom Kap aus am besten über den Swartbergpass, ein unvergessliches Erlebnis. In Prince Albert werden die besten Oliven angebaut. Die Olivenpaste aus Prince Albert ist ein Hochgenuss auf frischem Röstbrot.

Die Städtchen an der Westküste haben einen ganz eigenen Charme und sind deutlich rauer als die Orte an der Ostküste. Hier werden alte Fischerhäuser mit viel Liebe restauriert und oft auch an Ausflügler vermietet. Besonders schön ist Paternoster – einfach ein Häuschen mieten, frischen Fisch bei den Fischern kaufen  und grillen – größer kann das Glück kaum werden. Im Landesinneren der Westküste erinnern Städtchen wie Clanwilliam und Wuppertal an längst vergangene Zeiten. Hier wird der Honeybuschtee von Hand gepflückt.

Wer die Big Five schon gesehen hat oder nicht unbedingt sehen muss, ist bei den Little Five auf der Bartholomeus Klip Farm richtig. Eine Safari zu den kleinsten Blumen und den lustigen Fledermausfüchsen finde ich viel spannender als zu den Löwen, denn hier darf man aussteigen und wandern wie in vielen der kleineren Nationalparks Südafrikas – das ist Naturgenuss pur. Auf dem Weg nach Cape Town liegt auch das SAN Bildungs-und Kulturzentrum „!Kwathuu“, wo die Geschichte der ältesten Ureinwohner eindrucksvoll von diesen selbst erklärt wird inklusive Sprachkurs mit Klicklauten. Im dazugehörigen Restaurant gibt es Bushman Salat mit Biltong.

Cape Town ist für mich die schönste Stadt der Welt. Die Lage der Stadt am Tafelberg ist einfach nicht zu toppen. Jeder Stadtteil ist anders. Die allermeisten kann man gut selbst erkunden und sich einfach treiben lassen. Wer Afrika in Cape Town erleben will, sollte Kayelitsha, eines der größten und quirligsten Townships des Landes im Rahmen einer geführten Tour oder mit dem Taxi besuchen. Hier bekommt man authentische Xhosa-Küche. Hühnchen, Pap und Gemüse sind der Klassiker oder ihr traut euch an Walkie Talkies, Hühnerfüße- und Köpfe. Auch das Bo-Kaap, den muslimischen Stadtteil sollte man mit einem Ortskundigen besuchen, so kann man die bunten Häuser und Moscheen auch von innen besichtigen.

Besonders lieben wir Sea Point mit seiner bunten Mischung an Menschen. Hier bekommt man auch den allerleckersten Malva Pudding im Restaurant „La Perla“ in der Beach Road. Nach einer Woche Kultur, Kunst, Natur und Genuss in und um Kapstadt und einem letzen Sundowner auf der Strandpromenade von Sea Point fällt es uns immer schwer, in den Flieger zu steigen. Zum Glück gibt es Rezepte, die die Reise wiederaufleben lassen und mit einem Glas Südafrikanischem Wein oder einem kühlen Castle lässt sich gut von einer nächsten Reise träumen.

Literaturempfehlungen Südafrika:

Verheißene Erde von James Mitchener
Good Morning, Mr. Mandela von Zelda la Grange
Das Herz des Jägers und fast alles von Deon Meyer
Herzland von Jann Turner
Camdeboo und Return to Camdeboo von Eva Palmer

 

2 Kommentare zu “Südafrika
  1. Kerstin

    Wunderbar mit diesem Bericht ein klein wenig zu auch unserem Lieblingsreiseziel gedanklich zu reisen. Man riecht und schmeckt förmlich diesen Teil Afrikas. Danke dafür!

  2. Diana

    Vielen Dank für diesen wundervollen Erlebnisbericht über Südafrika. Mein nächstes Reiseziel? Warum nicht Mal Südafrika, ans schönste Ende der Welt. Herzliche Grüße, Diana

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